Donnerstag, 23. Oktober 2008

Gemeinsam Gehen 2



Die Gruppe seiner Gefährten ist für den Gehenden der wichtigste Spiegel seiner Schwächen und Stärken. Durch die Verbindung der schöpferischen Kräfte vieler wird der natürliche Prozeß des Wachstums, der nach dem Prinzip von Irrtum und Wahrheit arbeitet, beschleunigt und in einen ökologischen Wachstumsprozeß verwandelt. Auf diese Weise erreicht der Einzelne die für ihn notwendige Geschwindigkeit der Veränderung.

Ohne diesen Spiegel wächst der Suchende zwar ebenfalls, jedoch nur in die von ihm selbst gewollte Richtung, nicht aber in die, die für alle und damit letztendlich auch für ihn selbst von Vorteil ist.

An jeder Stelle seines Weges besteht für den Gehenden die Möglichkeit zu neuen Begegnungen, denn es gibt immer einige, die dieselben Interessen verfolgen oder vor ähnlichen Problemen stehen wie er. Es gehört Mut dazu, sich für neue Begegnungen zu öffnen ohne die bereits gewachsenen Beziehungen zu vernachlässigen.

Am Ende eines Weges gibt es weder Start noch Ziel, Sieg oder Niederlage, nur noch die Begegnung der Gefährten. Jeder neue Gefährte ist eine weitere lohnende Herausforderung, ein Gesicht wie ein Raum, den es zu erkunden, ein neuer Spiegel, den es zu nutzen, eine weitere Etappe, die es zu bewältigen gilt.

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