
Der Weg ist für den Unwissenden von verwirrender Vielfalt. Gestern zeigte er dem Wanderer das Geheimnis seiner Einzelexistenz, einfach nur, weil er offen dafür war.
Heute könnte er ihm ein anderes seiner Geheimnisse zeigen.
Doch die Augen des Wanderers sind durch ihre und seine Grenzen daran gehindert, die Geheimnisse, die eigentlich offen vor ihm liegen, überhaupt wahrzunehmen.
Sein Gesichtsfeld orientiert ihn auf das vor ihm Liegende, sein Blickwinkel bestimmt sein Verhältnis zum Gesehenen, sein innerer Dialog fokussiert die Auswahl der Signale, die sein Bewußtsein erreichen oder nicht, schließlich ist die Beschreibung der Welt, wie er sie in seiner Kindheit von anderen erlernte, in nicht unerheblichem Maße bestimmend für das, was er für Wirklichkeit hält.
Er ist noch sehr weit von der Welt und sich selbst entfernt. Aber er weiß es nicht. Er glaubt, die Welt sei so, wie er sie wahrnimmt. Doch die Welt ist mehr.
Wenn er lange genug gegangen ist und immer wieder erstaunliche, ihm unbekannte, ihn oft erschreckende Aspekte seiner selbst wahrnimmt, akzeptiert er schließlich die Tatsache seiner Begrenztheit und wird dadurch, weil er nicht aufgibt, zu einem Suchenden.
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