Dienstag, 21. Oktober 2008

Die Entscheidung 1




Auf seinem Weg trifft ein Wanderer viele Entscheidungen. Jeder Schritt ist eine Entscheidung, jede Wegbiegung erzwingt sie, jedes Hindernis ist Aufforderung und Antrieb zu ihr.

Die schwerste aller Entscheidungen begegnet dem Wanderer zu Anfang seines Weges: Soll er den Weg gehen oder nicht?
Es gibt Menschen und Dinge, die bitten ihn: "Bleib hier, verlaß uns nicht! Sei nicht grausam, hab Mitleid mit uns!"

Das Dilemma dieser ersten Entscheidung ist, daß sie nicht getroffen werden kann und doch getroffen werden muß.

Sie kann nicht getroffen werden, weil sie eine Phantasmagorie ist, weil sie in Wirklichkeit nicht existiert. Wir können jede Entscheidung treffen mit Ausnahme der, den Weg zu gehen, genauso wenig wie wir uns entscheiden könnten, zu essen oder zu schlafen.

Sie muß getroffen werden, weil sie uns dazu verpflichtet, keine Zeit zu vertrödeln und das Leben in die eigene Verantwortung zu nehmen.

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