Freitag, 8. Oktober 2010

Weltschmerz

Die Meere werden leergefischt. Puten werden so gezüchtet, dass sie nur noch aus Brust bestehen. Kinder werden zu Soldaten gemacht. Delphine werden unter Ausschluß der Öffentlichkeit in einem gigantischen Blutbad gekillt. Atomkraftwerke werden ohne ersichtlichen Grund weiter am Netz gehalten. Raff, raff, raff. Jeder verfolgt nur noch eigene Interessen. Am Horn von Afrika zerstört sich jede Art staatlicher Autorität selbst. Haiti interessiert die Leute einen Dreck. Das Eis schmilzt. Rinder werden quer durch Europa geschippert. Kinder werden sexuell mißbraucht. Afrika wandert nach Europa aus. Mehr als 700 Exportproduktionszonen existieren ohne jeglichen Schutz der Arbeiter. Raff, raff raff. In Südafrika sind mehr als 30% HIV positiv ohne Medikamente. Hilfe, sie drehen uns den Hahn zu. Eltern vernachlässigen ihre Kinder. Kinder vernachlässigen ihre Eltern. Priester machens mit kleinen Jungen. Krank, krank, krank. Der Staat verspricht in 10 Jahren mit dem Schuldenabbau anzufangen. In 1000 Jahren sind wir schuldenfrei. Die Banker und Spekulanten tanzen derweil auf dem Vulkan. Keine Sau interessiert der Atommüll. Riesige Windräder verunstalten Landschaften. Inseln versinken. Nichts zählt mehr, jeder ist ersetzbar. Die Kunst wird abgeschafft. Die Welt wird abgeschafft. Profit, Profit, Profit singt das Rad. Hähnchen leben 10 Tage. Leben? Klitorisbeschneidung. Ungarn versinkt im Schlamm. In Monaco wird derweil Champagner für 30.000 getrunken. Ein Einkaufsbummel in Cannes für 100.000. Nutzlos, sinnlos, empfindungslos. Langeweile auf Luxusyachten, in Discos, auf Charity Parties. Feine Gesellschaft das. Raff, raff, raff. Die Welt schreit, die Welt stirbt. Der Tanz ums goldene Kalb beginnt. Markt, Markt, Markt. Sachzwang. Wir schaffen Verhältnisse. Wir können sie abschaffen.

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